Archiv für Kategorie Pressefreiheit

Demokratie braucht unabhängige Medien

Die Rangliste der Pressefreiheit 2011 von ‘Reporter ohne Grenzen’ (ROG) zeigt: Die Gegensätze zwischen den europäischen Staaten haben sich weiter verschärft.

Während Finnland, Norwegen und die Niederlande weiterhin vorderste Plätze im Ranking einnehmen, sind Bulgarien und Italien weiter zurückgefallen.
In Bulgarien wurden im vergangenen Jahr Journalisten, die über Korruption und organisierte Kriminalität berichteten, bedroht und gezielt angegriffen – das Land ist um zehn Plätze auf Platz 80 gefallen.

In Italien war vor allem die Politik des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconis ausschlaggebend für Platz 61 im Ranking (Platz 49 im Vorjahr). Seine Gesetzesentwürfe, die nur knapp abgelehnt wurden, sahen es vor, die Medien zu gängeln sowie Internetsperren ohne richterlichen Beschluss zuzulassen. Zudem lebe in Italien etwa ein Dutzend Journalisten unter Polizeischutz, schreibt ‚Reporter ohne Grenzen‘ in seinem Bericht. Zum Rest des Beitrags »

, , ,

Keine Kommentare

Medien als verlängerter Arm der Politik

Die Beziehung zwischen Medien und Politik im Balkan ist äußerst komplex und voller Widersprüche.

Die heutige Balkan-Presse ist eher ein verlängerter Arm der Politik als eine Vertretung der öffentlichen Meinung, da ein beträchtlicher Teil der Medien immer noch von mächtigen politischen Gruppen kontrolliert wird. Den Beobachtungen einiger Autoren zufolge (unter anderem Karol Jakubovicz, Mihai Coman, Colin Sparks und Tomasz Goban-Klas) weist die Mediensituation der Balkanstaaten die gleichen Merkmale wie in anderen post-kommunistischen Gesellschaften auf: Die Presse ist zwar pluralistisch und frei geworden, aber immer noch nicht unabhängig.

Die Umstellung vom „Sowjetischen Medienmodell“ zum „Modell der sozialen Verantwortung“ scheint schwieriger zu sein als erwartet. Politiker und politische Parteien versuchen weiterhin permanent die Medien zu beeinflussen, da sie wie zu Zeiten des Kommunismus immer noch der Überzeugung sind, dass derjenige, der die Medien kontrolliert, die Macht innehat. Zum Rest des Beitrags »

, , , , , , , , ,

Keine Kommentare

Rumänische Medien sind “ethisch schwach”

“EJO goes East” und heißt seine neuen rumänischen Kollegen herzlich willkommen. Die rumänische EJO-Redakteurin Alina Vasiliu gibt einen Einblick in die rumänische Medienlandschaft.

Das Jahr 1989 brachte die Wende: Die kommunistischen Medieninstitutionen wurden durch demokratische ersetzt. Fast alle rumänischen Medienunternehmen änderten ihre Namen und nahmen das Wort „frei“ in ihre Titel auf, so auch Freie Jugend (überregionale Zeitung), Freies rumänisches Fernsehen (öffentlich-rechtlicher Sender), Freies Leben (Zeitung in Galati) und Freie Gedanken (Zeitung in Constanta). Aus der Zeitung Der Funke wurde Die Wahrheit. Die einzige Zeitung, die ihren Namen nicht ändern musste, war România Liberă („Freies Rumänien”), wobei das Beiwort im Dezember 1989 eine ganz neue Bedeutung bekam.

Zwar änderten sich die Namen der Medieninstitutionen, die Belegschaft aber blieb dieselbe.  Mussten die Journalisten vor der Revolution noch so schreiben, wie es ihnen die Zensur befahl, ließen sie nach der Revolution ihren Aggressionen auf dem Papier freien Lauf. Während der kurzen Transition zur Demokratie verletzten viele Journalisten ethische Regeln, sie schrieben, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Zum Rest des Beitrags »

, , , , , , ,

Keine Kommentare

Medienwandel statt Modewandel

Wandel dauert. Das widerspricht der menschlichen Ungeduld, die sich in einer Redensart spiegelt: Jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf treiben.

Zu Jahresbeginn blickten wir  begeistert in den arabischen Raum. Diktatoren wurden verjagt, Hunderttausende gingen für Demokratie und Freiheit auf die Straße, Twitter und Facebook gewannen Ansehen und Ernsthaftigkeit, weil sie offenbar halfen, die Welt ins Gute zu kippen.

Der Wandel ist noch im Werden. Doch das ist das hierzulande kaum mehr ein Thema.

Aufschlussreich ist ein Interview mit Karim El-Gawhary (Message, 4/2011). Er arbeitet für deutschsprachige Zeitschriften als freier Nahost-Korrespondent und leitet das Nahostbüro des ORF in Kairo. Bereits 2010 und erst recht durch die Elendsaufstände um Weihnachten in Tunesien habe sich etwas zusammengebraut, im Internet herrschte längst Aufruhr. „Nach Deutschland ließ sich das alles solange nicht vermitteln, bis das Thema auf der internationalen Medienagenda war.“ Zum Rest des Beitrags »

, , , , , , ,

Keine Kommentare

Der “dritte Weg” kontrovers diskutiert

Wie lässt sich künftig Qualitätsjournalismus finanzieren?

Auf diese brennende Frage in Zeiten des Internet, der Medienkonvergenz und rapide sinkender Zahlungsbereitschaft der Publika für journalistische Leistungen suchen nicht nur Medienunternehmer, sondern auch Publizistikwissenschaftler Antworten.Marie Luise Kiefer hat dazu einen “dritten Weg” vorgeschlagen.  Zum Rest des Beitrags »

, , , , , , , ,

Keine Kommentare

Steuert Öffentlichkeitsarbeit die Medien?

Gibt es eine Übermacht der PR? Und wenn ja, führt PR Böses im Schilde?

Was kann die PR zur Beantwortung beitragen? Gäbe es diese Übermacht, würde PR sie leugnen. Führte PR Böses im Schilde, glauben Sie im Ernst, dass ausgerechnet PR dieses eingestehen würde?
Zum Rest des Beitrags »

, , , , , , , , , , ,

Keine Kommentare

Jungjournalisten diskutieren über Pressefreiheit

Ein überwiegend düsteres Bild von der Pressefreiheit in Europa zeichneten die Referenten auf dem Jahreskongress des Forum for European Journalism Students, das kürzlich im süditalienischen Matera stattfand.

Ausgerechnet Europa, welches doch weltweit eine Vorbildfunktion einnehmen sollte, habe im letzten Jahr wieder stark an Pressefreiheiten einbüßen müssen, sagt Domenico Affinito, Vizepräsident der italienischen Sektion der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG).
Zum Rest des Beitrags »

, , , , , ,

Keine Kommentare