Sind Auslandskorrespondenten überflüssig?

23. Februar 2011 • Digitales, Ressorts • von

Wie wird die Zukunft internationaler Berichterstattung in der Ära von Blogs, Facebook und Twitter aussehen?

Sind neue Medien eine Bedrohung oder eine Chance für Auslandskorrespondenten? Dieser Frage widmet sich Richard Sambrook, Journalist und Direktor des BBC World Service, in seinem vom Reuters Institute herausgegebenen Report „Sind Auslandskorrespondenten überflüssig?“ (“Are Foreign Correspondents Redundant?”).

Sambrook analysiert, in welchem Ausmaß wirtschaftlicher Wandel, Globalisierung und neue Technologien die internationale Berichterstattung verändert haben.

Vor allem Blogs und Social Media seien eine große Herausforderung für die traditionelle internationale Berichterstattung, bemerkt Sambrook in seinem Bericht.  Die Bevölkerung sei nicht mehr auf traditionelle Medien angewiesen, um Ereignisse im Ausland verfolgen zu können – sie könnten sich nun auch auf Amateur-Blogs und lokalen Webseiten informieren.

Problematisch dabei sei, dass Berichte von Bürgerreportern im Vergleich zu  Texten von professionellen Journalisten oftmals sehr einseitig seien, bemerkt Sambrook. Das „Netzwerk-Journalismus“-Modell (networked journalism) – eine enge Kooperation zwischen Journalisten und ihrem Publikum – könnte beiden Seiten helfen.

Sambrook kommt zu dem Fazit, dass Auslandskorrrespondenten auf keinen Fall überflüssig sind, ihre Arbeitsweisen sich aber sehr von denen früherer Generationen unterscheiden.

Hier geht es zum Bericht Are Foreign Correspondents Redundant? (auf Englisch)

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