Ziele

Medien und Journalismus sind Teil einer sich rapide wandelnden Welt. Neue Technologien, veränderte ökonomische Konstellationen und Geschäftsmodelle sind ebenso wie unberechenbarere Publika zu Herausforderungen geworden.

Die fortschreitende politische und wirtschaftliche Integration Europas wirkt sich auch auf die Medienindustrie und den Journalismus aus. Medien und Journalisten beobachten Entwicklungen in anderen europäischen Ländern indes noch kaum. Sprachbarrieren erschweren es, zu verstehen, was sich außerhalb der angelsächsischen Welt tut.

Das Projekt

Das Europäische Journalismus-Observatorium (EJO) beobachtet Trends im Journalismus und in der Medienbranche und vergleicht Journalismus-Kulturen in Europa und den USA. Es will so einen Beitrag zur Qualitätssicherung im Journalismus leisten. Das EJO arbeitet praxisnah und orientiert sich an den Bedürfnissen von Journalisten, Redaktionsleitern und Medienmanagern. Es trägt dazu bei, die Kluft zwischen Kommunikationswissenschaft und Medienpraxis zu verringern.

Das EJO wurde im Frühjahr 2004 als gemeinnütziges Zentrum der Università della Svizzera italiana gegründet. Es wird von der Stiftung Pressehaus NRZ, der Fondazione per il Corriere del Ticino und des Schweizerischen Nationalfonds gefördert.

Ziele des EJO sind:

Journalistische Professionalität: Branchenkenntnis und eigene journalistische Berufserfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglichen es, Themen zu identifizieren, die für Journalisten sowie Redaktions- und Medienmanager von Interesse sind.

Transnationale Perspektive: Vergleichende Analysen von Entwicklungen in verschiedenen europäischen Ländern erlauben es, Trends in der Medienindustrie frühzeitig zu erkennen.

Wissenstransfer: Das EJO präsentiert eigene Erkenntnisse sowie Forschungsergebnisse anderer Institute in verständlicher und lesbarer Form.

Wissenschaftliche Glaubwürdigkeit: Am EJO arbeitet ein international zusammengesetztes Team von Forschern und Praktikern, die gegenwärtig aus Albanien, Deutschland, Italien, Lettland, Polen, Rumänien, der Schweiz und den USA stammen und deren Unabhängigkeit das Erich-Brost-Institut für internationalen Journalismus der Technischen Universität Dortmund, die Università della Svizzera Italiana in Lugano (Schweiz), die Universität Tirana (Albanien), die Universität Breslau (Polen), die Andrei Saguna Universität (Rumänien) und die School of Business Administration Turiba (Lettland) garantieren.

Mehrsprachigkeit: Das EJO publiziert seine Kurzanalysen in albanischer, deutscher, englischer, italienischer, polnischer, lettischer und rumänischer Sprache. Ausführliche Forschungsberichte erscheinen jeweils in der Originalsprache mit Zusammenfassungen in den anderen Sprachen.

***Media Award***

2005 hat das EJO für seine Bemühungen, hohe Qualitätsstandards im Journalismus voranzubringen, den angesehenen  “Media Award” der Swiss Association for Quality erhalten.