Düstere Zukunft für US-Medien

15. April 2010 • Medienökonomie • von

Viele leitende US-amerikanische Zeitungs- und Rundfunkjournalisten sind pessimistisch, was die Zukunft des US-amerikanischen Journalismus angeht.

Sie fürchten sogar, dass ihre Medienunternehmen aufgeben müssen, wenn sie keine neuen Einnahmequellen finden. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Umfrage des vom Pew Research Center betriebenen Project for Excellence in Journalism.
Seine Mitarbeiter haben im vergangenen Dezember und Januar 353 Mitglieder der American Society of News Editors sowie der Radio Television Digital News Association befragt.

Knapp die Hälfte der Befragten geben ihren Medienhäusern noch etwa zehn Jahre, sollten keine neuen Einnahmequellen gefunden werden; knapp ein Drittel sind sogar der Meinung, sie könnten schon in weniger als fünf Jahren pleite gehen. Trotzdem würden etwa drei Viertel der Journalisten staatliche Beihilfen oder finanzielle Unterstützung von Interessenvertretungen ablehnen.

Als Ursache der momentanen finanziellen Probleme nennen viele der Befragten die anfängliche Zögerlichkeit der Verlage, in Online-Angebote zu investieren. Nur knapp ein Drittel der Journalisten ist der Ansicht, ihre Zeitungen hätten schon viel früher damit anfangen sollen, die Nutzer von Online-Inhalten zur Kasse zu bitten.

18 Prozent der befragten Zeitungsredakteure geben an, dass ihre Zeitungen nun damit anfangen, Gebühren für ihre Online-Angebote zu erheben. 58 Prozent sagen, dass ihre Häuser momentan zumindest darüber nachdenken. 23 Prozent glauben, dass Abo-Gebühren in etwa drei Jahren die Haupteinnahmequelle im Online-Journalismus sein werden.

Zur den Ergebnissen der Umfrage „News Leaders and the Future“ geht es hier.

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