Härtere Arbeit und weniger Unterstützung?

21. August 2015 • Internationales, Redaktionsmanagement • von

Journalisten glauben, dass Journalismus in Zukunft ein anstrengenderer Job mit weniger institutioneller Unterstützung sein wird, so die Ergebnisse einer Umfrage des Reuters Institute for the Study of Journalism und der Society of Professional Journalists in Großbritannien.

Ist Journalismus zukünftig ein anstrengenderer Job mit weniger institutioneller Unterstützung? Das glauben jedenfalls Journalisten selber.

Ist Journalismus zukünftig ein anstrengenderer Job mit weniger institutioneller Unterstützung? Das glauben jedenfalls Journalisten selber.

Für die Studie zur Zukunft des Journalismus wurden Mitglieder der Society of Professional Journalists befragt. Außerdem wurden weitere Journalisten in Nordamerika und Europa über Journalisten-Websites und Social Media für die Studie angefragt. Insgesamt nahmen 509 Journalisten an der Studie zwischen Oktober und Dezember 2014 teil.

Journalisten haben Angst

Die Studie ergab, dass Journalisten Angst haben, sie müssten zukünftig härter arbeiten, sich mehr selbstvermarkten und unternehmerisch engagieren. Dabei rechnen sie nicht mit einer stabilen Beschäftigung, Vollzeitarbeitsplätzen oder gar einer lebenslangen journalistischen Karriere rechnen. Dennoch denken die Befragten nicht grundsätzlich, Journalismus werde weniger befriedigend oder weniger unabhängig sein. Journalismus sehen sie generell durch relativ stabile Praktiken und Techniken geprägt, die weder abhängig von einem bestimmten Medium, noch grundlegend in ihrer Existenz bedroht sind.

20 Fragen: Bewertung in 5-Üunkte Skala

Die Ergebnisse geben in erster Linie Hinweise darauf, wie Journalisten generell die Zukunft der Arbeit in ihrem Beruf einschätzen. Die Befragten bekamen dafür 20 Fragen zu ihrer Wahrnehmung der journalistischen Arbeit, zu Arbeitsanstrengungen und zur beruflichen Identität gestellt. Die Beantwortung erfolgte mit einer 5-Punkte-Skala (von „stimme überhaupt nicht“ zu „stimme voll“).

Die Befragten waren zu 53,2% Frauen und zu 46,8% Männer und hatten eine durchschnittliche Berufserfahrung von 18,5 Jahren.

Vollständiger Bericht zur Studie

Laden Sie hier den vollständigen Bericht zur Studie ‘Journalists’ Perceptions of the Future of Journalistic Work’ herunter. Er ist Teil des Reuters Institute’s Future of Journalistic, das erforscht, wie Veränderungen im Geschäftsleben des Journalismus und in der journalistischen Praxis die journalistische Arbeit und Beschäftigung beeinflussen. https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/publication/journalists%E2%80%99-perceptions-future-journalistic-work#sthash.Vc3Me2Tt.dpuf

Erstveröffentlichung: EJO Englisch vom 07.05.2015

Übersetzung: Anna Carina Zappe

Bildquelle:Esther Vargas, Flickr

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