Regenbogenpresse: „Die Macht wird unterschätzt“

17. Mai 2013 • Ressorts • von

Mit ihrem Blog topfvollgold machen die beiden jungen Journalisten Mats Schönauer und Moritz Tschermak auf die problematische Berichterstattung der Regenbogenpresse aufmerksam. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass die Blätter unbescholten Lügen verbreiten.

Rund eine halbe Milliarde Hefte druckt die deutsche Regenbogenpresse jedes Jahr. Millionen nutzen das Angebot, aber kaum jemand setzt sich kritisch mit den zugespitzten Geschichten über Adelige und Prominente auseinander. Die beiden Blogger beobachten insgesamt knapp 70 Titel, darunter bekannte Unterhaltungs-Zeitschriften wie Freizeit Revue und Die Aktuelle aber auch kleine Spartenzeitschriften wie Meine Melodie.

Im Interview mit dem EJO erklären sie, warum sich aus medienjournalistischer Perspektive ein kritischer Blick in die Hefte durchaus lohnt.

EJO: Herr Tschermak, Herr Schönauer, Sie beschäftigen sich jetzt mit geheimen Plänen der Geißens, Günther Jauch neu einzukleiden und mit weiteren fiktiven Storys der deutschen Regenbogenpresse – haben Sie daran vor dem Start Ihres Blogs auch nur einen Gedanken verschwendet?

Mats Schönauer: Ich bin zum ersten Mal damit in Berührung gekommen durch das die aktuelle“-Bingo von Stefan Niggemeier. Er zeigt auf seinem Blog ab und zu das Cover der Zeitschrift und lässt seine Leser raten, was hinter den Schlagzeilen stecken könnte. Da ist mir dann zum ersten Mal bewusst geworden, wie krass die da die Wahrheit verdrehen – davor habe ich mir eigentlich nie Gedanken darüber gemacht.

Moritz Tschermak: Der entscheidende Punkt war ein gemeinsamer Einkaufsbummel; wir standen vor den Zeitschriftenregalen. Da liegen ja Gala und Bunte relativ prominent aus, aber auch noch jede Menge anderer Hefte, von denen jedes zweite „Freizeit“ im Titel trägt. Wenn man da genauer hinsieht, fällt einem auf, dass auf vier von fünf Covern die Gesichter derselben Personen zu sehen sind, allerdings mit entgegengesetzten Schlagzeilen. Dass es aus journalistischen Gesichtspunkten noch einige Ebenen unter der Kategorie der People-Magazine wie Gala und Bunte gibt, und dass diese Praktiken in solchen Heften noch heftiger betrieben werden – etwa in Frau aktuell, Freizeit Revue, Mehr Spaß – das war mir vorher nicht so klar. Wenn man die Hefte einmal aufschlägt, versteht man aber bald, wie die Arbeitsweise der Redaktionen aussieht und was sie für einen Bezug zur Wahrheit haben. Da greift man dann allein schon aus medienjournalistischem Interesse zu.

Es gibt dennoch kaum Medienjournalisten, die sich mit der Regenbogenpresse beschäftigen. Warum trauen sich so wenige Profis an die Hefte?

Tschermak: Das ist die große Frage. Ich denke, Redakteure, die ernstzunehmenden Medienjournalismus betreiben wollen und für die SZ, die FAZ oder ähnliche Kaliber schreiben, werden dort nicht in die Redaktionskonferenz gehen und sagen: ‚Leute, ich hab die Frau aktuell gelesen, da ist eine Riesen-Verdrehungsgeschichte drin, wir sollten etwas dazu machen.‘ Denn der Platz für Medienthemen ist in der Qualitätspresse insgesamt sehr begrenzt, in den Tageszeitungen, aber auch in Magazinen. Deshalb werden die großen Aufmacher ganz sicher nicht der Regenbogenpresse gewidmet, da machen sie lieber was über den Niedergang der FR – was ja auch wichtig ist. Die Schmuddelkategorie Regenbogenpresse fällt stattdessen raus. Gleiches gilt für die Autorenseite: Wer möchte schon innerhalb der Redaktion den Ruf haben, der Experte für die Regenbogenpresse zu sein?

Schönauer: Ich glaube das Problem geht noch viel tiefer: Zum einen muss jemand Lust haben, sich mit dem ganzen Kram regelmäßig zu beschäftigen, das akribisch zu verfolgen. Da darf man sich nicht allzu schnell abschrecken lassen. Zum anderen habe ich aber auch den Eindruck, dass diese Form des Journalismus mittlerweile geduldet ist. Die Regenbogenpresse ist als Teil der Presselandschaft gesellschaftsfähig geworden, allerdings in der Form, dass über sie nicht gesprochen wird. Es ist wie mit Massentierhaltung: Wenn man die Leute direkt fragt, sagen sie: ‚Das würde ich niemals unterstützen‘ – aber dann rennen sie dennoch in den Supermarkt und kaufen das Hackfleisch für 1,50 Euro. Bei der Regenbogenpresse läuft viel unter dem Radar – die Hefte und ihre Geschichten sind immer da, doch niemand regt sich mehr darüber auf. Das macht es für den Medienjournalisten möglicherweise auch weniger attraktiv, sich mit den Skandalgeschichten der Hefte zu beschäftigen.

Wird die Wirkung der Blätter wie der Freizeit Revue unterschätzt?

Schönauer: Ich denke schon, dass ihre Macht unterschätzt wird. Das Argument dafür, dass man diesen Teil der Presse nicht beobachten muss, lautet oft: Es glaubt ja sowieso niemand wirklich, was in diesen Heften steht. Ich habe neulich mit einer Leserin telefoniert, weil ich wissen wollte, ob ein Leserbrief in Die Aktuelle wirklich von ihr stammt – denn er las sich so, dass er auch von der Redaktion hätte sein können. Als ich ihr erklärte, dass in diesen Heften durchaus mal die Wahrheit verbogen wird, schien sie sehr überrascht. Der Printcharakter der Hefte strahlt immer noch sehr viel Autorität aus. Viele Leute glauben, was gedruckt in der Zeitung steht, das muss wahr sein. Die Frau sagte schließlich: ‚Wenn das nicht stimmt, dann können die Betroffenen ja gegen die Berichterstattung vorgehen.‘

Glauben Sie, dass viele Leser so leichtgläubig sind?

Tschermak: Ich glaube, unter den Lesern sind auch Leute, die Skandal-Geschichten in den Blättern sehr wohl einschätzen und reflektieren können. Einige kaufen sie einfach wegen der Rätsel und der Gewinnspiele. Aber es gibt sicher solche, die kaum andere Medien konsumieren und aus den Regenbogenblättern den Großteil ihrer Informationen beziehen. Bei den Heften, die wir untersuchen, sind knapp 40 Prozent der Leser über 70 Jahre alt, viele von ihnen sind nicht im Internet unterwegs. Ihnen fehlt generell ein kritisches Bewusstsein dafür, wie die Medienmaschinerie funktioniert. Wenn man das im Hinterkopf hat, erscheint es relevant, dass die Blätter ihre Leser belügen. Die aktuellen Auflagenzahlen der Freizeit Revue liegen mit 1,1 Millionen gedruckten Heften pro Woche etwa 10.000 Exemplare  über denen des Spiegels. Da sind zwar auch fallende Tendenzen erkennbar, aber die Hefte erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, sie erreichen Leute. Da reicht es schon, wenn einige dieser Leute nicht nachvollziehen können, dass ein Großteil der Geschichten erfunden ist.

Wie überprüfen Sie denn, ob eine Geschichte wahr ist oder nicht?

Tschermak: Häufig ist es so, dass wir nicht viel nachrecherchieren müssen, da es offensichtlich Lücken in den Storys gibt, die man einfach nur aufzeigen muss. Manchmal sind die Geschichten auch gar nicht inhaltlich falsch, sondern einfach nur abstrus. Da wird aus einem kleinen Twitter- oder Facebook-Eintrag eine riesige Geschichte gemacht, die journalistisch fragwürdig verdreht und überspitzt ist. Es geht darum zu zeigen: Hinter dieser bombastischen Überschrift steckt diese Nichtigkeit. Daneben gibt es dann aber natürlich auch Fälle, in denen unbewusst oder bewusst die Unwahrheit verbreitet wird. Da recherchieren wir nach und versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen.

Können Sie ein konkretes Beispiel geben?

Tschermak: Vor kurzem konnten wir zeigen, dass eine Geschichte der Frau mit Herz schlecht recherchiert oder bewusst falsch aufgeschrieben war: Das Blatt berichtete, der „Diana, Princess of Wales Memorial Fund“, mit dem im Namen der verstorbenen Kronprinzessin unter anderem kranken Kindern geholfen wird, werde für politische Propaganda missbraucht. Das Problem: Als wir auf der Seite der Stiftung nachsehen wollten, was mit dem Fonds aktuell gemacht wird, war dort alles in Vergangenheitsform geschrieben. Und dann sind wir auf den Wikipedia-Link gegangen und mussten feststellen: Den Fonds gibt es seit Ende des vergangenen Jahres nicht mehr. Da macht es einem die Zeitschrift eben auch wirklich leicht.

Gehen Sie auch an die großen Kaliber heran, suchen Sie also direkt den Kontakt zu Prominenten, über die schmählich berichtet wird?

Schönauer: Ja, wir hatten schon mit einigen Managements Kontakt, viele wollen zwar nicht zitiert werden, aber die Informationen haben wir dann trotzdem. Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, reicht das oft schon aus und genau dies wollen wir ja bezwecken. Je mehr wir von unseren Informationen an die Leser weitergeben können, desto besser. Teilweise sind die Managements aber auch ganz froh, dass sich mal jemand damit beschäftigt. Der Pressesprecher von Udo Jürgens hat uns etwa eine längere E-Mail geschickt und darin seinen Frust über die deutsche Regenbogenpresse niedergeschrieben. Wir wollen aber auch die Autorenseite zu Wort kommen lassen, deshalb stehen wir nun auch in Kontakt mit einer Redakteurin eines größeren Blatts. Wir wollen ein bisschen besser verstehen, wie die Redaktionen arbeiten, wie die Geschichten entstehen.

Was wissen Sie denn bisher darüber, konnten Sie schon Muster in der Redaktionsarbeit erkennen?

Tschermak: Nach einer Weile meint man in etwa zu durchschauen, was in den Redaktionen abläuft. Wenn sie etwa von Webseiten oder aus Twitter-Accounts prominenter Personen zitieren, fällt häufig auf, dass sie zwar ordentlich abgeschrieben haben, aber dass das Zitat vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen ist. Das ist wirklich sehr beliebt. Zu den Arbeitsbedingungen der Redakteure haben wir nur vereinzelt Informationen, man bekommt es eher nebenbei mit: Ich wollte vor kurzem eine Stellungnahme der Redaktion von Frau mit Herz zu der Geschichte mit der Diana-Stiftung. Da bekam ich als Antwort, die Chefredakteurin schaffe es heute wirklich nicht mehr, denn sie habe drei Hefte zur Abgabe. Beim Alles Gute-Verlag hat die Chefin elf Hefte unter sich und beim Klambt-Verlag läuft das genauso. Dort gibt es Mitarbeiter, die für Heim und Welt arbeiten und gleichzeitig auch für Frau mit Herz,das heißt, diese Leute befüllen, befüllen, befüllen. Dass da die Wahrheit auf der Strecke bleibt, kann ich den Redakteuren da schon fast nicht mehr vorwerfen.

Schönauer: Interessant ist in dem Zusammenhang auch der Deltapark-Verlag: Das Haus produziert acht Titel und das mit insgesamt 14 Mitarbeitern! Sieben der acht Titel fallen in unser Segment, also reine Unterhaltungs- und Klatschpresse. Bei diesen Blättern fällt auf, dass die Redaktionen die Geschichten auch mehrfach verwerten – was also letzte Woche klein im einen Heft war, wird nächste Woche groß im anderen aufgemacht. Wie soll das auch anders gehen, bei so wenigen Mitarbeitern. Wir vermuten: Diese unterbesetzten Redaktionen verfolgen im Netz, was die Prominenten auf Twitter, Facebook oder anderen Plattformen und Seiten schreiben, oder was über sie geschrieben wird. Und aus dem Grundstock stricken sie dann hemmungslos Geschichten. Viel spricht dafür, dass es relativ junge Autoren sind, weil sehr viel über soziale Netzwerke läuft und eher junge Themen gemacht werden. Es könnte sogar sein, dass es Studenten sind, was für eher prekäre Arbeitsbedingungen spricht.

Es gibt also viel internen Druck, der äußere Druck ergibt sich durch die große Konkurrenz im Zeitschriftenregal, da scheint es verlockend, Geschichten zuzuspitzen. Wie kann diese Maschinerie gestoppt werden?

Schönauer: Es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit, nämlich dass die Leute langfristig sensibilisiert werden und die Hefte nicht mehr kaufen. Natürlich können einzelne Prominente, über die berichtet wird, dagegen vorgehen und das tun sie auch. Oft sieht man etwa schon auf den Homepages der Verlage, auf denen sie die kommenden Hefte anpreisen, dass da einzelne Schlagzeilen und Geschichten in der Vorschau schon geschwärzt sind. Das Management des Prominenten, über den berichtet wird, geht also bereits dagegen vor.

Tschermak: Allerdings kalkulieren die Verlage damit; sie nehmen Klagen von Prominenten, die Prozesskosten und Bußgelder in Kauf – und auch, dass sie unterliegen. Was kann denn schon passieren? Gefängnisstrafen müssen sie wegen übler Nachrede nicht befürchten. Es stellen sich immer nur einzelne Personen den Blättern entgegen. Das ist teilweise erfolgreich; die Berichterstattung über Caroline von Monaco ist etwa durchweg positiv, weil bekannt ist: Die geht bis vor den Europäischen Gerichtshof und klagt gegen falsche Berichte über ihre Person. Wenn die persönlich Betroffenen aber passiv bleiben, kann niemand gegen falsche Storys vorgehen.

Was kann Medienselbstkontrolle in diesem Zusammenhang bewirken, etwa der Presserat?

Schönauer: Bei aller Abnutzung des Bildes vom Presserat als zahnloser Tiger –  ich finde, dass es leider immer noch zutrifft. Trotz all der Beschwerden, die bei dem Gremium jährlich eingehen und trotz der Rügen, die der Rat ausspricht – letztlich passiert doch meistens nichts. Wir müssen aber noch einen Schritt zurückgehen: In den Rügen und Missbilligungen des Presserates der letzten Jahre findet man so gut wie keine Fälle aus der Regenbogenpresse. Was bei dem Maß an Verdrehungen und Falschdarstellungen absolut frappierend ist. Doch die Skandalgeschichten laufen offenbar wiederum unterhalb der Wahrnehmungsschwelle der Personen, die Beschwerden beim Rat einreichen. Damit erhalten diese Medien quasi den Freifahrtschein, sie können machen, was sie wollen.  Mit dieser Wegseh-Haltung wird aber die Chance vergeben, dass – bei aller Kritik am Presserat – die Fälle über seine Veröffentlichungen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt werden. Nur so können die Leserinnen und Leser langsam sensibilisiert werden. Weil wir an diesen Effekt glauben, wollen wir auch alle Fälle auf unserem Blog, die eine harte Geschichte hergeben, beim Presserat einreichen.

Sie betreiben das Blog als Teil Ihrer Bachelor-Arbeit. Wie wird der wissenschaftliche Teil Ihrer Arbeit aussehen, gibt es in dem Bereich noch Forschungslücken, die Sie schließen möchten?

Schönauer: Es gibt bisher generell wenig Forschung zu dem Thema, die meisten Untersuchungen sind sehr alt. In einer Studie aus den 60ern wird inhaltsanalytisch aufgezeigt, welche Themen in der Regenbogenpresse damals am häufigsten vorkamen. Das könnte man in etwa mit unseren Erhebungen vergleichen. Man könnte auch untersuchen, welche unterschiedlichen Schwerpunkte die Verlage erkennen lassen – legt die WAZ mehr Wert auf Promis als Stegenwaller oder ist SCG mehr an Wissen interessiert als der Klambt-Verlag?

Tschermak: Wir haben nicht den Anspruch, jede Lücke in der Forschung zu schließen, oder sie unglaublich nach vorn zu bringen. Unser Anspruch ist eher, im theoretischen Bereich ein wenig mehr Licht ins Dunkel zu bringen, einige Anstöße und eine Basis zu liefern, auf der dann weitergearbeitet werden kann.

Meinen Sie nicht, dass sich die Dokumentation einzelner Lücken und Verdrehungen der Regenbogenpresse recht schnell abnutzen könnte? 

Tschermak: Unser Grundgerüst ist tatsächlich, die einzelnen Storys aufzudröseln, und ich habe auch die Sorge, dass das irgendwann öde wird. Ich glaube aber, bis es soweit ist, können wir das Blog noch einige Monate befeuern und die Leser mit den einzelnen Analysen unterhalten. Nach einigen Monaten werden wir auch einen Langzeitüberblick haben und besondere Peaks der Berichterstattung besser analysieren können, etwa, wenn da wirklich eine größere Kampagne der üblen Nachrede läuft. Aufwendiger wird es, eine Meta-Ebene einzuspannen. Auch da sind wir jedoch momentan dran, wir bieten zusätzliche Inhalte wie das Interview mit dem Medienrechtler Udo Branahl, die Stellungnahme des Pressesprechers von Udo Jürgens oder die Zahlen zu den Anzeigeneinnahmen der Blätter.

Schönauer: Die Sorge davor, langweilig zu werden, ist der falsche Ansatz – auch wenn ich selbst ebenfalls Bedenken hatte, wie lange sich das Blog trägt. Denn die Methoden sind immer gleich, und es ist jedes Mal eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts einer Person. Aber auch wenn man dann sagt: ‚So ist die Redaktion jetzt schon dreimal vorgegangen‘ – es lohnt sich auch das vierte Mal, das wieder aufzuschreiben. Sonst gibt man stillschweigend  sein Einverständnis dazu, dass die Blätter aus Geldgier und mit der Auflage im Auge die Rechte von Menschen verletzen.

 

Der topfvollgold-Blog:

  • Anfang April starteten Mats Schönauer und Moritz Tschermak ihr Watchblog für die deutsche Regenbogenpresse topfvollgold
  • Sie beobachten insgesamt knapp 70 Titel, darunter große und bekannte Unterhaltungs-Zeitschriften wie Freizeit Revue und Die Aktuelle aber auch kleine Spartenzeitschriften wie Meine Melodie, die monatlich mit 86.630 Exemplaren im Bauer-Verlag erscheint.
  • Jede Woche betrachten die beiden Blogger 15 bis 20 Hefte, wobei sie keine Reihenfolge einhalten. Sie lassen sich dabei von vielversprechenden Titelthemen leiten. Mats Schönauer sagt dazu: „Wenn etwas wie Enthüllung im Titel steht, ist das schon sehr vielversprechend. Je zugespitzter die Titel, desto wahrscheinlicher ist, dass die Geschichte nicht hält, was sie verspricht.“
  • Die Studenten versuchen aber langfristig, jeden der Titel zu berücksichtigen; im ersten Monat konnten sie 40 Titel abdecken. In jeder wöchentlichen Stichprobe taucht eine der auflagenstarken Zeitschriften wie Freizeit Revue, die Aktuelle oder die Neue Post auf.
  • Auch andere Medien beobachten die Regenbogenpresse, allerdings ist das medienjournalistische Interesse eher gering. Ausnahmen sind die „Herzblatt-Geschichten“ der FAZ , der Medienjournalist Stefan Niggemeier mit dem die aktuelle“-Bingo auf seinem Blog und der KlatschkritikBlog von Antje Tiefenthal, die sich mit Gala und Bunte aber noch eher Hochglanz- als Billigmagazine ausgesucht hat.

Die topfvollgoldBlogger:

  • Moritz Tschermak ist 25 Jahre alt und befindet sich im letzten Semester seines Journalistik-Studiums an der TU Dortmund. Er schreibt gern längere Reportagen für Magazine. Sein Volontariat hat er beim WDR in Köln gemacht.
  • Mats Schönauer ist 24 Jahre alt, studiert ebenfalls im letzten Semester Journalistik an der TU Dortmund und schreibt unter anderem für das Bildblog.

 

Bildquelle: topfvollgold

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