Das EJO expandiert in die angelsächsische Welt

16. April 2013 • In eigener Sache, Ressorts • von

Das Netzwerk des European Journalism Observatory (EJO) wächst: Mit dem Reuters Institute for the Study of Journalism der Universität Oxford haben wir einen neuen Partner an Bord, mit dessen Hilfe die Präsenz des EJO in der angelsächsischen Welt ausgebaut und das bereits bestehende Profil geschärft werden soll – die Analyse von Best Practices und Trends im Journalismus und der Transfer von Ergebnissen aus der Medienforschung.

Das Reuters Institute und die Universität Lugano, an der das EJO 2004 gegründet wurde, werden von nun an gemeinsam die englische EJO-Website betreuen. Die Initiative wird von der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Pressehaus NRZ gefördert.

Dr. David Levy, Direktor des Reuters Institute, freut sich auf die Kooperation mit dem EJO und sieht sie als Chance, neue gemeinschaftliche Projekte zu entwickeln „Wir werden dazu beitragen, die internationale Reichweite des EJO auszudehnen und dessen Relevanz für Wissenschaftler, Praktiker und Entscheidungsträger zu stärken.“

Das EJO hat noch eine weitere – längere – Brücke Richtung Westen gebaut. Die Journalismus-Professoren Scott Maier und Peter Laufer von der School of Journalism and Communication der Universität Oregon vertreten von nun an das EJO in den USA. Sie werden für die europäischen EJO-Nutzer US-amerikanische Forschungsergebnisse aufbereiten und in den USA Entwicklungen im europäischen Journalismus und in den europäischen Medien bekannter machen. Beide Wissenschaftler haben viel Zeit in Europa verbracht und fühlen sich auf beiden Seiten des Atlantiks zu Hause.

Das EJO expandiert auch innerhalb der Schweiz. Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) wird, gefördert vom Schweizer Nationalfonds (SNF), neben der Universität Lugano zweiter Schweizer Partner im EJO-Netzwerk. Unter der Leitung von Journalistik-Professor Vinzenz Wyss, Experte für Qualitätsmanagement im Journalismus, wird das EJO-Team aus Winterthur Ergebnisse der Schweizer Medienforschung in den deutschsprachigen Ländern sichtbarer machen und in Workshops Nachwuchswissenschaftlern zeigen, wie sie ihre Forschungsresultate einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen können. Teil dieses Projekts ist auch, dass das EJO-Team der Universität Lugano die Präsenz in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter vorantreiben und den Austausch zwischen den bestehenden EJO-Partnern intensivieren soll.

Derzeit publiziert das EJO in zehn europäischen Sprachen: Deutsch, Englisch, Albanisch, Italienisch, Lettisch, Polnisch, Rumänisch, Serbisch, Tschechisch und Ukrainisch. Einen Schwerpunkt legt das EJO auf die Analyse der Entwicklung von Medien, Journalismus und Pressefreiheit in Europa. Indem es Forschungsergebnisse auf verständliche Art und Weise analysiert, möchte es zugleich die Kluft zwischen der Medienwissenschaft und der Medienpraxis verringern.

 

 

 

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