Hinter den Kulissen

13. August 2010 • Ressorts • von

Erstveröffentlichung: Studies in Communication Sciences 10/1 (2010)

EJO-Research

Die Distanz zwischen Journalisten und Chefbeamten in der Schweiz ist größer als die zwischen Journalisten und Parlamentariern.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Marlis Prinzing und Roger Blum, die die komplexen Verhältnisse zwischen Journalisten und Chefbeamten sowie Sprechern im Schweizer Bundeshaus untersucht.

Dabei hat die Verwaltung großes Gewicht. Schon „Nebelspalter“-Karikaturist Carl Böckli antwortete auf die Frage, wer denn in der Schweizer Bundesstadt Bern die Macht habe: „Wer sitzt in Bern und gibt dem Schtaat die heutige Geschtaltung? Hä, zweitens ischts der Bundesrat und erschtens die Verwaltung.“

Dennoch findet nur selten ein Austausch zwischen Journalisten und Spitzenbeamten statt. Die Beziehung zwischen Journalisten und Sprechern ist allerdings enger; vieles wickelt sich über die Sprecher ab.

Obwohl die Spitzenbeamten nur selten mit den Medien in Kontakt treten, bestehen dennoch enge Affinitäten zwischen einzelnen Ministerien und den Medien, die Einfluss auf die Berichterstattung nehmen. Zudem zeigt die Studie, dass die Chefbeamten spin doctoring ablehnen. Da relevante Themen auch ohne ihre Einflussnahme in den Medien landen, ist es auch nicht wirklich erforderlich.

Die komplette Studie, die in “Studies in Communication Sciences 10/1 (2010)” erschienen ist,  gibt es hier als pdf zum Download.

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