Neuer Militarismus, “Massacrespeak” und die Sprache des Schweigens

1. März 2007 • Ressorts • von

Erstveröffentlichung: Ethical Space, 02 /05

RESEARCH

Der Artikel untersucht die Beziehungen zwischen George Orwell’s Begriff des „newspeak” (Neusprech), den er in seinem Roman 1984 entwickelt, und Paul Chiltons Konzept des „nukespeak“. Darunter versteht Chilton eine spezifische Terminologie, die beim Diskurs über Atomwaffen zum Einsatz kommt: weder neutral noch rein deskriptiv, sondern vielmehr ideologisch gefärbt und dem Atomzeitalter und seiner Waffentechnologie gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt. Keebles Artikel verfolgt die Entwicklung von „nukespeak“ hin zu „massacrespeak“, d.h. die Sprache eines nach Ende des Kalten Krieges neu erstarkten Militarismus, der sich in den USA und Grossbritannien ausgebreitet hat und dessen Vokabular derzeit als ideologische Waffe zur Bekämpfung von kritischen Stimmen dient, die auf die Gräuel von so genannten „humanitären Katastrophen“ hinweisen.

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