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Beiträge getagged mit Ethik
Sterben in aller Öffentlichkeit
Verfasst von Marlis Prinzing unter Ethik & Qualitätssicherung am 20. April 2009
Erstveröffentlichung: Message 2/09
Was tut eine Redaktion, wenn Todkranke das Scheinwerferlicht suchen und ein Handyvideo über den Selbstmord eines Amokläufers verfügbar ist? Ein Plädoyer für mehr journalismusethische Reflexion.
Im Alltag blenden wir den Tod aus. In den Medien ist er alltäglich; hier wirkt er immer als eine Angelegenheit der anderen, und wir scheinen nicht genug bekommen zu können von seinen vielfältigen Inszenierungen. In den Medien begegnet uns der Tod meist als Gewaltakt – als Folge von Unfall, Mord, Krieg oder Naturkatastrophe. Aus der Distanz nehmen wir teil am Schulmassaker in Winnenden, an Aids und Krebs und – wenn es sich um Prominente wie Papst Johannes Paul II. oder Luciano Pavarotti handelt – auch am ganz normalen Sterben.
Wie verletze ich richtig?
Verfasst von Kurt W. Zimmermann unter Ethik & Qualitätssicherung am 24. Juli 2008
Erstveröffentlichung: Weltwoche 30
Die Verletzung der Privatsphäre ist eine Königsdisziplin des Journalismus. Eine kleine Gebrauchsanleitung.
Armeechef Roland Nef vermittelt die Telefonnummer seiner Freundin an Sexkunden im Internet. Stadtpräsidentin Valérie Garbani bechert sich die Hucke voll. Und Grossrat Xavier Bagnoud kokst im Adamskostüm.
Harte Grenzen
Verfasst von Marlis Prinzing unter Ethik & Qualitätssicherung am 15. November 2007
Erstveröffentlichung: Zeitschrift für Kommunikationsökologie und Medienethik 1/07
Warum gegenwärtig mit einer europäischen Professionsethik im Journalismus nicht zu rechnen ist.
Europa wächst zusammen, die Welt wird zum globalen Dorf. Daraus könnte man schliessen, dass sich geradezu zwangsläufig die Art der medialen Übermittlung zu einer europäischen Journalismuskultur und in Folge zu einer europäischen, ja globalen Journalismusethik vereinen müsste. Ist das so? Zum Rest des Beitrags »
Gute und glaubwürdige Watchdogs der Demokratie?
Verfasst von EJO unter Ethik & Qualitätssicherung am 1. März 2007
RESEARCH
Fallstudien aus Polen, Ungarn und Tschechien zu Ethik und Journalismus
Die provokative Frage von Jay Rosen, “What Are Journalists For?”, könnte osteuropäische Journalisten zum Nachdenken über ihre Rolle und über die Bedeutung ihrer Arbeit veranlassen und dadurch möglicherweise vergleichbare Effekte erzielen wie in den USA. Fünfzehn Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus sind Journalisten in Polen, Ungarn und Tschechienen noch immer gespalten und deprimiert, weil sie in einer Art “Angst oder Gunst”-Umgebung arbeiten. Zum Rest des Beitrags »
Organisationsethik und Medienmanagement
Verfasst von Stephan Russ-Mohl unter Ethik & Qualitätssicherung am 1. März 2007
„Sie sehen aber schlecht aus!“
Verfasst von Ulla Fröhling unter Ethik & Qualitätssicherung am 1. April 2006
Über den angemessenen Umgang mit Gewaltüberlebenden
Die Gruppe munterer Journalisten und Journalistinnen schaute gespannt. Im Weiterbildungskurs an der FU Berlin ging es um Tabuthemen und Tabubrüche in den Medien. Mein Thema: Sexualstraftaten an Kindern. Ich stellte mich kurz vor und fragte dann, fast unvermittelt: „Wer von Ihnen wurde in der Kindheit sexuell missbraucht?“ Jähe Stille. „Wer wurde von den Eltern
systematisch geprügelt?“ Die Erstarrung hielt auch bei der nächsten Frage an: „Wer wurde als Erwachsener vergewaltigt?“ Erst als ich nachschob: „Wem wurde schon mal etwas gestohlen?“, löste sich der Schock, einzelne meldeten sich, lachten. „Haben Sie wirklich Antworten erwartet?“, fragte eine Studentin. Natürlich nicht. Ich hatte sogar gehofft, dass niemand reagieren würde. Aber dass es diese Tabugrenzen gibt, sollten sie am eigenen Leib spüren. Es war riskant und ein bisschen gemein, aber es führte uns direkt zum Thema: dem journalistischen Umgang mit Opfern von Gewalt.
Download gesamter Text als pdf: “Sie sehen aber schlecht aus”
Der Artikel erschien in gekürzter Version zuerst in message 4/2006
Schafft Transparenz – und viele Ethik-Kodices
Verfasst von Stephan Russ-Mohl unter Ethik & Qualitätssicherung am 1. Februar 2006
Erstveröffentlichung: Message 2/06
Die öffentliche Diskussion um den Einfluss von PR auf Journalismus ist überfällig, aber sie läuft in die falsche Richtung.
Hie unabhängiger Journalismus, dort interessengeleitete PR: Wie sich Thomas Leif und das Netzwerk Recherche inszenieren, das ist genauso vorgestrig und absurd wie die Einebnung aller Unterschiede zwischen PR und Journalismus, weil wir doch alle als „Content Provider“ in Kommunikationsberufen tätig sind und kaum ein freier Journalist ohne Zubrot aus der PR-Branche seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.






