Beiträge getagged mit Frankreich

Erfolg ist, wenn man überlebt

Journalistische Online-Start-ups haben es in Europa alles andere als leicht: Das hat eine Studie des Reuters Institute for the Study of Journalism der Universität Oxford festgestellt.

Nicola Bruno und Rasmus Kleis Nielsen haben jeweils drei Neugründungen aus  Deutschland, Frankreich und Italien analysiert und festgestellt, dass nur zwei der neun untersuchten Websites Gewinne erzielen, und zwar das deutsche Kultur- und Literaturmagazin Perlentaucher und das französische Nachrichten-Angebot Mediapart. The European aus Deutschland, Agoravox und Rue89 sowie Il Post, Lettera43 und Linkiesta aus Italien kämpfen dagegen ums Überleben, die deutsche Netzeitung wurde sogar bereits wieder eingestellt.

Der Titel des Forschungsprojekts „Survival is Success“ verrät es: Journalistische Online-Start-ups können in Europa schon einen Erfolg verbuchen, indem sie überleben.  Das Forscherteam sieht vor allem zwei wesentliche Herausforderungen, denen sich die Existenzgründer stellen müssen:  Der Markt der Online-Nachrichten wird weiterhin von Online-Ablegern der alteingesessenen Medienunternehmen dominiert, die dank ihres bekannten Namens und schon vorhandenen Ressourcen wesentlich mehr Nutzer als Start-ups anlocken und zudem höhere Erlöse erzielen.  Zum Rest des Beitrags »

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Für mehr Wachsamkeit

Sie sehen sich als „Wachposten“, „Interpret“ und „Wortträger“ – aber nicht als „Super-Chefredakteur“ und „Staatsanwalt“.

Sie wollen Vermittler sein zwischen Rezipienten und Redaktion, profitieren von größtmöglicher Freiheit und Unabhängigkeit, sind aber trotzdem Angestellte ihrer Medienunternehmen. Viele französische Ombudsleute, die médiateurs und médiatrices, sind bei ihren Medien längst eine Institution geworden. Wie französische Ombudsleute ihre alltägliche Arbeit gestalten, wie sie Rezipientenkritik innerhalb der Redaktion nachspüren und wie sie gleichzeitig über ihre Antworten, Kolumnen und Sendungen nach außen hin sichtbar sind, hat Thilo Kötters vom Institut für Journalistik der TU Dortmund in seiner Bachelorarbeit untersucht.

Er befragte dazu sechs amtierende und ehemalige Ombudsmänner, den Großteil davon aus dem öffentlich-rechtlichen Sektor, nämlich Marie-Laure Augry vom Fernsehsender France 3, Jérôme Bouvier von der Radioanstalt Radio France, Dominique Burg vom Auslandsradio Radio France Internationale, Nicolas Jacobs vom Fernsehsender France 2, Didier Epelbaum, ehemaliger und erster France-2-Ombudsmann sowie Laurent Chasteaux von der Tageszeitung Le Parisien als einziger Vertreter aus der Printbranche. Zum Rest des Beitrags »

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Datenjournalismus bietet Mehrwert

Im Internet werden jeden Tag unzählige Inhalte  produziert. In der Konsequenz sind User der “infobesity” ausgesetzt: Dem Risiko, wegen der zu großen Informationsfülle zu vergessen, was sie im Internet gesehen und gelesen haben.

Deshalb erfand David McCandless ein neues graphisches System, mit dessen Hilfe sich Nachrichtenkonsumenten Informationen besser merken können – dank einer Zusammenstellung verschiedener Formen und Farben. (mehr dazu im französischen Magazin Les Inrocks) Die Ergebnisse seiner Arbeit hat McCandless in dem Buch “Datavision” zusammengefasst.

Mit seiner Erfindung bringt McCandless den Datenjournalismus voran, der darin besteht, Informationen aus Datenbanken zu extrahieren und in einer für die User leichter verständlichen Art bereitzustellen. Datenjournalismus basiert auf animierten Computergrafiken und ermöglicht es dem Leser, umfangreiche Informationen anschaulicher darzustellen, insbesondere auf einem interaktiven Tablet-PC. Zum Rest des Beitrags »

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Medien am staatlichen Tropf

Nicht nur in Österreich wird um Presse- und Rundfunkförderung gestritten. Rasmus Kleis Nielsen und Geert Linnebank vom Reuters Institute der Oxford University haben deshalb analysiert, wie stark die Medien ringsum mit öffentlichen Geldern subventioniert werden – und dabei Bemerkenswertes herausgefunden.

Beim Vergleich von Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien und Großbritannien sowie den USA kommen sie zu dem Befund, die medienpolitischen Förderinstrumente hätten sich seit den 80er Jahren kaum verändert – trotz der stürmischen Zeiten, die wir durchleben. Vor allem die Dinosaurier der Medienbranche profitierten davon, seien das öffentliche Rundfunkveranstalter, seien das Presse-Verlage.

Beide hängen in den untersuchten Ländern seit langem am staatlichen Tropf: Die einen erhalten üppige Gebühren, die anderen Vergünstigungen beim Postvertrieb, Steuererleichterungen und in einigen Ländern auch direkte Subventionen. Selbst in den USA, das stets als Land angeführt werde, in dem die Medien „kein“ Geld vom Staat bekämen, fließen jährlich mehr als eine Milliarde Dollar Steuergelder in öffentliche TV- und Radio-Programme und nahezu gleich viel Geld in die Kassen der Zeitungshäuser. Zum Rest des Beitrags »

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Auch Subventionen sollten mit der Zeit gehen

Obwohl die meisten Medienunternehmen in den vergangenen Jahren einen erheblichen Wandel erlebt und sich großen wirtschaftlichen Herausforderungen haben stellen müssen, hat sich an der Art der Unterstützung durch die öffentliche Hand nicht viel geändert.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Public Support for the Media: A Six-Country Overview of Direct and Indirect Subsidies” des Reuters Institute for the Study of Journalism (RISJ). Zum Rest des Beitrags »

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Wie kann man nur!

Die spinnen, die anderen! Die Affären um den ehemaligen Währungsfonds-Chef Dominique Strauss-Kahn offenbaren, wie unterschiedlich Journalisten (und ihre Publika) in verschiedenen Ländern ticken.

Franzosen entsetzen sich, dass Amerikaner Menschen, denen etwas Schlimmes nachgesagt wird, auf den „perp walk“ jagen, durch ein Spalier laufender Kameras – Zum Rest des Beitrags »

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Wachsames Auge auf Europa

Menschenrechtsorganisation “Reporter ohne Grenzen” gibt Pressefreiheitsindex 2010 heraus.

Vergangenes Jahr war ein besonders düsteres für Journalisten: Die Anzahl der ermordeten Reporter ist um 26 Prozent gestiegen, die Gewalt gegen Journalisten hat um ein Drittel zugenommen. Der diesjährige Pressefreiheitsindex legt sein Augenmerk besonders auf die verstörende Situation der Pressefreiheit in der Europäischen Union; einige ihrer Mitgliedsstaaten sind im Ranking mehrere Plätze zurückgefallen. Zum Rest des Beitrags »

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