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Der Skandal ist allgegenwärtig

Wie Entlarvung und Enthüllung unter den modernen Kommunikationsbedingungen funktionieren, zeigen die Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und Hanne Detel in ihrem Buch „Der entfesselte Skandal. Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter“ am Beispiel von zahlreichen Fallgeschichten auf.

Kurz zusammengefasst: Im Zeitalter der digitalen Überall-Medien und der wechselseitigen Dauerbeobachtung ist der Skandal allgegenwärtig. Jeder kann ihn auslösen, jeden kann er treffen. Neun Thesen zur Zukunft der Enthüllung.

1. Heute kann jeder einen Skandal auslösen. Allzweckwaffen der Skandalisierung – Smartphones und immer kleiner und leistungsfähiger werdende Handys mit Kamera- und Videofunktion – tragen die meisten von uns am Körper. Netzwerk- und Multimedia-Plattformen wie Facebook, Twitter oder YouTube, Blogs, persönliche Websites und Wikis sind die neuartigen Instrumente der Enthüllung. Sie liegen in den Händen aller.

2. Heute kann jeder zum Opfer eines Skandals werden. „Gegen Ohnmächtige oder kleine Leute“, so einst der Publizist Johannes Gross, „bricht kein Skandal aus.“ Diese Diagnose stimmt nicht mehr. Man muss nicht prominent oder mächtig sein oder zur gesellschaftlichen Elite zählen. Zum Rest des Beitrags »

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Das Lokale spielt eine immer größere Rolle

Während die meisten Medienexperten den definitiven Untergang der Tageszeitung prognostizieren, ist der Entwickler des Readerscan-Verfahrens, Carlo Imboden, der Ansicht, dass vor allem die Lokalzeitung eine Zukunft haben kann – wenn sie den Wandel schafft.

Die Verlage müssten sich noch bewusster darüber werden, dass das Lokale immer entscheidender für die Kaufbereitschaft der Leser werde, sagt Imboden nun im Interview mit der Drehscheibe.

Mit Hilfe des Readerscan-Verfahrens, bei dem der Leser mit einem elektronischen Lesestift kennzeichnet, welche Textteile er zur Kenntnis nimmt und an welchen Stellen er aus Texten „aussteigt“, hat Imboden festgestellt, dass der Lokalteil einer Tageszeitung heute intensiver gelesen wird als der Mantel. Vor ein paar Jahren war das noch anders: Als Imboden 2006 anfing, das Leseverhalten elektronisch zu messen, wurden die Mantelteile intensiver rezipiert als die Berichte aus dem Lokalen. Zum Rest des Beitrags »

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Offene Schleusen für Propaganda

In den USA beschleunigt sich der Trend: 17 Prozent mehr Amerikaner als im Vorjahr haben sich 2011über die Weltläufte online informiert.

Während andere Dinosaurier-Medien wie Radio, Fernsehen sowie Zeitschriften ihre Marktanteile in etwa halten konnten, büßten die Tageszeitungen nochmals vier Prozent ihrer Auflage ein, in etwa so viel wie bereits im Vorjahr.

Wie das „Project for Excellence in Journalism“ in seinem Jahresbericht mitteilt, bricht in noch schwindelerregenderem Ausmaß den US-Zeitungsverlagen nur noch ihr Anzeigengeschäft weg, minus sieben Prozent – in absoluten Zahlen ist weniger als die Hälfte übrig als noch fünf Jahre zuvor. Damit einhergehend schrumpfen die Redaktionen, die journalistische Infrastruktur wird löchriger. Immer weniger Reporter-Profis wachen über Gemeinderats-Sitzungen, Schoolboards und die mächtigen Regierungen der 50 Gliedstaaten. Zum Rest des Beitrags »

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Auf der Suche nach einem neuen Geschäftsmodell

Eine Studie des Project for Excellence in Journalism (PEJ) zeigt: Einige US-Zeitungen erschließen bereits durchaus erfolgreich neue Einnahmequellen im Internet. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich die Unternehmenskultur ändert.

Die Forscher des PEJ haben für die Studie Interviews mit leitenden Angestellten von 13 US-amerikanischen Medienunternehmen geführt, zu deren Imperium insgesamt 330 Tageszeitungen gehören. Die Befragung zeigt: Vor allem „kulturelle Probleme“ zwischen Print und Online verhindern in vielen Unternehmen die Erschließung neuer digitaler Einnahmequellen. Viele Mitarbeiter, die schon lange für die Zeitung tätig seien, hingen an alten Gewohnheiten und könnten sich nicht in das Online-Medium einfinden. Ebenso sei es schwierig, Online-Anzeigenverkäufer für das Medium Print zu  begeistern.

Die Studie macht deutlich, dass der Geschäftserfolg und damit die Zukunft der Zeitungen sehr stark vom jeweiligen Management-Ansatz des Unternehmens und von seiner Unternehmenskultur abhängt und nicht nur von externen Trends beeinflusst wird, fasst Tom Rosenstiel, Direktor des beim Think-Tank Pew Research Center for the People and the Press angesiedelten PEJ, eines der Hauptergebnisse zusammen. Zum Rest des Beitrags »

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In „sportlichem Tempo” zur Paywall

Eine konvergente Redaktion für alle Kanäle, eine Online-Paywall, ein Leiter Geschäftsbereich NZZ – die NZZ-Redaktion muss sich schnell auf viele Veränderungen einstellen. Sie könnte aber mit dem neuen Onlinemodell zu einer Vorreiterin werden.

“Zusammenrottungen”, so hört man aus der NZZ-Redaktion, habe es Ende November gegeben, nachdem die Redaktion die interne Mitteilung des NZZ-Verwaltungsrates zur „Konvergenzstrategie” erhalten hatte: Auf den Gängen standen NZZ-Journalistinnen und -Journalisten zusammen und fragten sich, was damit konkret auf sie zukommen würde.

Fest stand lediglich, dass bei der NZZ laut Verwaltungsratsbeschluss „künftig konsequent auf eine konvergente Inhalteproduktion” gesetzt wird. Das bedeutet unter anderem, dass es nur noch eine Redaktion geben wird, die alle Kanäle – Print, Online und Mobile – versorgt. Sie soll, so Chefredaktor Spillmann gegenüber der Redaktion, künftig „medienkonvergente Informationsdienstleistungen” erbringen. Zum Rest des Beitrags »

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Nach dem Print-Tod wartet kein Paradies

Wenn Zeitungen nicht mehr erscheinen, wandelt sich der Beruf radikal – nicht nur zum Besseren.

Während mehrere Großverlage im deutschen Sprachraum, darunter Ringier und Springer, sich durch die Zusammenlegung mehrerer Redaktionen für die Online-Zukunft rüsten, haben in den USA bereits seit geraumer Zeit einige Zeitungs-Titel ihre Printausgabe eingestellt und erscheinen nur noch im Internet. Die Capital Times in Madison/Wisconsin gehört zu den Pionieren, die diesen Schritt gewagt haben, und sie hat jetzt Aussicht, als jene Zeitung in die Geschichte einzugehen, deren Transformationsprozess als erster umfassend erforscht wurde.

„Journalism as Process“ – die Studie verkündet bereits in ihrem Titel, worum es der Autorin Sue Robinson von der University of Wisconsin vor allem geht: Zu zeigen, wie in einer professionell erstellten Online-Zeitung traditionelle Grenzen und auch klar definierte Berufsrollen verschwimmen und Nachrichten nicht mehr als „fertiges Produkt“ präsentiert werden, sondern in einem permanenten Interaktionsprozess zwischen Journalisten und Publikum entstehen und fortgeschrieben werden. Zum Rest des Beitrags »

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Die Zukunft der SRF ist online

Wie breit kann sich das Schweizer Radio und Fernsehen im Internet machen, ohne die Meinungsvielfalt zu gefährden?

Für viele ist sie immer noch unvorstellbar, aber sie ist längst da: die konvergente Medienzukunft. Im Internet treffen all die Medien als Wettbewerber aufeinander, die bisher eher nebeneinander her gewirtschaftet haben, ohne einander richtig weh zu tun.
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