Beiträge getagged mit Qualität

“Medienkritik ist nötiger denn je”

Das „Jahrbuch Qualität der Medien“ erscheint, und einige Medienleute heulen auf. Das war so 2010, als das vom Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich verfasste Jahrbuch erstmals herauskam, und 2011 bleibt es so.

Die empörten Medienchefs erörtern nur am Rande wichtige Befunde der wissenschaftlichen Studie: die wachsende Vorliebe vieler Medien für „weiche“ und eher irrelevante Themen; der Hang, Ereignisse auszuschlachten statt Entwicklungen längerfristig zu verfolgen; der fast unvermeidliche Verlust an Fachkompetenz in kleiner werdenden Redaktionen; der wachsende Einfluss der PR-Strategen auf diese Redaktionen; die Neigung, Meldungen der SDA und anderer Nachrichtenagenturen nicht als solche zu kennzeichnen; die oft unkritische Haltung; oder die Medienkonzentration.

Wer in den Medien arbeitet und diese liebt, weiß nur zu gut, dass die Branche allen Grund hat, sich selbstkritisch über die eigene Arbeit zu beugen. Zum Rest des Beitrags »

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Kassandra lässt grüßen

Die Ergebnisse von Medienforschern stoßen in der Praxis oft auf Abwehr

Was die Wissenschaft zu öffentlichen Debatten über Qualität leisten kann – und was nicht.

Medienwissenschaftler und ihre Studien stoßen unter Journalisten und Managern regelmäßig auf Abwehr. Im Folgenden äußert sich ein Professor zum Verhältnis von Wissenschaft, Politik, Öffentlichkeit und Medien. Der angewandten Kommunikations- und Medienwissenschaft weht gegenwärtig aus der medialen Öffentlichkeit ein rauer Wind entgegen. Die Betreiber der Windmaschinen reagieren säuerlich auf die Publikation von Studien, die fünf Teams aus verschiedenen Forschungsstätten zur Lage der Presse und der elektronischen Medien in der Schweiz durchgeführt haben. Zum Rest des Beitrags »

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Spielverderber müssen draußen bleiben

Geblendet vom Glanz der Olympischen Spiele in Peking hinterfragten nur wenige Sportjournalisten spektakuläre Weltrekorde. Dies zeigt eine aktuelle Studie zur Qualität der Olympia-Berichterstattung.

Peking, Nationalstadion, 16. August 2008: 90.000 Zuschauer blicken gespannt auf die acht Läufer des 100-Meter-Finales der Olympischen Spiele. Nach 9,69 Sekunden steht fest: Usain Bolt ist der schnellste Mann der Welt. Zum Rest des Beitrags »

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Von der Qualitätssicherung zur Qualitätskultur

Journalistische Qualität im öffentlich-rechtlichen Radio – ein Näherungsversuch

Was ist journalistische Qualität? Und was – bitteschön – ist journalistische Qualität im Radio? Solche Fragen sind aus vielerlei Gründen nicht einfach zu beantworten. So wenig wie es den Journalismus und den Hörfunk schlechthin gibt, so wenig kann es die journalistische Qualität im Radio geben.

Ehrlicherweise müssen wir uns wohl zunächst eingestehen, dass der Journalismus bei vielen Hörfunksendern mehr und mehr zu einer Restgröße geworden ist: Nachrichtensendungen sind aufs Dreiminuten-Format zusammengeschnurrt, ausführlichere Hintergrund-Information ist von Musik und Unterhaltung verdrängt worden. Zum Rest des Beitrags »

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Information muss frei sein – und teuer

Meinung

Qualitätsmedien sind in Gefahr. Ohne ihre Leistung kann eine Gesellschaft sich nicht verständigen.

Der Journalismus muss aber aufhören, sich über wegbrechende Geschäftsmodelle zu beklagen, und selbstbewusst verdeutlichen, was er kann. Es gibt Menschen, die einen Anker für uns auswerfen in den unübersichtlichen Wogen, mit denen das tägliche Geschehen in der globalisierten Welt auf uns einbrandet.
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Nicht traurig, aber wahr

Meinung

Die Zahl 229 steht beispielhaft für eine Episode der neueren Mediengeschichte.

Wir können heute zu einem Schweizer Rekord gratulieren. Die neue Bestmarke steht auf 229. In den letzten 16 Monaten hat das Zürcher Verlagshaus Tamedia 229 Stellen von Journalisten abgebaut. Das ist auch europaweit ein Spitzenwert. Zum Rest des Beitrags »

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Der Leser – das bekannte Wesen

Erstveröffentlichung: Weltwoche Nr. 33/2010

Die Boulevardisierung der Medien nehme zu, sagt eine neue Studie. Ja, was denn sonst?

Die Diagnose ist eher banal. Die Medien, speziell die Zeitungen, gehen Richtung Boulevard. Die Qualität der Medien sinkt deswegen. Hauptursache sind die Gratisangebote. So hielt es der Zürcher Soziologe Kurt Imhof letzte Woche in seiner Studie fest.
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