Beiträge getagged mit USA

Offene Schleusen für Propaganda

In den USA beschleunigt sich der Trend: 17 Prozent mehr Amerikaner als im Vorjahr haben sich 2011über die Weltläufte online informiert.

Während andere Dinosaurier-Medien wie Radio, Fernsehen sowie Zeitschriften ihre Marktanteile in etwa halten konnten, büßten die Tageszeitungen nochmals vier Prozent ihrer Auflage ein, in etwa so viel wie bereits im Vorjahr.

Wie das „Project for Excellence in Journalism“ in seinem Jahresbericht mitteilt, bricht in noch schwindelerregenderem Ausmaß den US-Zeitungsverlagen nur noch ihr Anzeigengeschäft weg, minus sieben Prozent – in absoluten Zahlen ist weniger als die Hälfte übrig als noch fünf Jahre zuvor. Damit einhergehend schrumpfen die Redaktionen, die journalistische Infrastruktur wird löchriger. Immer weniger Reporter-Profis wachen über Gemeinderats-Sitzungen, Schoolboards und die mächtigen Regierungen der 50 Gliedstaaten. Zum Rest des Beitrags »

, , , , , , , , , ,

Keine Kommentare

Wie twittern Journalisten?

Wie Journalisten sich das Social Web zunutze machen, und ob sie dabei professionelle Grenzen überschreiten – das haben jetzt drei US-amerikanische Medienforscher analysiert.

Eines der zentralen Ergebnisse: Für viele Journalisten ist es gang und gebe, ihre Meinung via Twitter kundzutun – eine Praxis, die der Norm der journalistischen Objektivität jedoch grundsätzlich eher widerspricht.

Dabei zeigte sich, dass die Tweets der Journalisten, die für kleine und lokale Medienunternehmen arbeiteten, wertender waren als die ihrer Kollegen, die für überregionale „elitäre“ Medien tätig waren.

Insgesamt haben die Kommunikationswissenschaftler Dominic L. Lasorsa, Seth C. Lewis und Avery E. Holton 22.000 Tweets von 430 Journalisten auf die folgenden drei Forschungsfragen hin untersucht: Geben Journalisten ihre Rolle als unabhängige Informationsvermittler auf, wenn sie ihre Meinung twittern? Lassen Journalisten, die die Einträge anderer teilen („retweeten), damit andere Twitter-Nutzer an ihrer Gatekeeper-Rolle teilhaben? Stellen Journalisten Transparenz über ihre journalistische Arbeit her, indem sie über ihre Arbeit twittern, mit anderen Twitter-Nutzern diskutieren und zu externen Quellen verlinken? Zum Rest des Beitrags »

, , , , , , , ,

2 Kommentare

Medien am staatlichen Tropf

Nicht nur in Österreich wird um Presse- und Rundfunkförderung gestritten. Rasmus Kleis Nielsen und Geert Linnebank vom Reuters Institute der Oxford University haben deshalb analysiert, wie stark die Medien ringsum mit öffentlichen Geldern subventioniert werden – und dabei Bemerkenswertes herausgefunden.

Beim Vergleich von Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien und Großbritannien sowie den USA kommen sie zu dem Befund, die medienpolitischen Förderinstrumente hätten sich seit den 80er Jahren kaum verändert – trotz der stürmischen Zeiten, die wir durchleben. Vor allem die Dinosaurier der Medienbranche profitierten davon, seien das öffentliche Rundfunkveranstalter, seien das Presse-Verlage.

Beide hängen in den untersuchten Ländern seit langem am staatlichen Tropf: Die einen erhalten üppige Gebühren, die anderen Vergünstigungen beim Postvertrieb, Steuererleichterungen und in einigen Ländern auch direkte Subventionen. Selbst in den USA, das stets als Land angeführt werde, in dem die Medien „kein“ Geld vom Staat bekämen, fließen jährlich mehr als eine Milliarde Dollar Steuergelder in öffentliche TV- und Radio-Programme und nahezu gleich viel Geld in die Kassen der Zeitungshäuser. Zum Rest des Beitrags »

, , , , , , , , ,

1 Kommentar

Investigativer Journalismus im Baltikum

Inga Springe vom Baltic Investigative Reporting Center & Ints Silins von der U.S.-Baltic Foundation

Das Baltic Investigative Reporting Center hat frischen Wind in die baltischen Staaten gebracht.

Die Non-Profit-Organisation, die von Journalisten aus Lettland, Estland und den USA im August 2011 im lettischen Riga gegründet wurde, will den investigativen Journalismus voranbringen – denn der wurde in dieser Region bislang stark vernachlässigt.

Die lettische EJO-Redakteurin Liga Ozolina hat mit der Direktorin Inga Springe über die Entwicklung und Ziele des Investigative Reporting Centers gesprochen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, das Baltic Investigative Reporting Center zu gründen?

Die Idee kommt eigentlich aus den USA, wo es sich ähnliche Non-Profit-Organisationen zum Ziel gesetzt haben, investigativen Journalismus zu fördern. Ich bin vor einem Jahr mit dem Fulbright/Humphrey Fellowship in den USA gewesen. Davor hatte ich meinen Job bei der lettischen Tageszeitung Diena gekündigt. Ich wusste zwar nicht, was die Zukunft für mich bereithält, aber ich wusste, dass ich nicht mehr für ein Wochenmagazin oder eine Tageszeitung arbeiten wollte. Ich wusste aber auch, dass ich mich nicht komplett aus dem Journalismus zurückziehen wollte. Zum Rest des Beitrags »

, , , , , , , , ,

Keine Kommentare

Chefredakteure als Blogger

Thematisieren Chefredakteure Probleme und Schwächen journalistischer Berichterstattung im Dialog mit ihren Publika? Oder bleibt das Metier für Leserinnen und Leser eine „blackbox“, ein Buch mit sieben Siegeln?

Die amerikanischen Medienforscher Norman P. Lewis, Jeffrey Neely und Fanfang Gao haben dieser Frage im Newspaper Research Journal (Vol. 32, No. 2 Spring 2011) nachgespürt. Sie finden kaum Anhaltspunkte dafür, dass Journalisten in Leitungsfunktionen redaktionelle Entscheidungen für ihre Leser transparent machten.

Von 280 untersuchten amerikanischen Tageszeitungen hatten ohnehin nur 39 Blogs leitender Redakteure in ihrem Angebot. Die meisten von ihnen werden nur sporadisch aktualisiert. Zum Rest des Beitrags »

, , , ,

Keine Kommentare

Auch Subventionen sollten mit der Zeit gehen

Obwohl die meisten Medienunternehmen in den vergangenen Jahren einen erheblichen Wandel erlebt und sich großen wirtschaftlichen Herausforderungen haben stellen müssen, hat sich an der Art der Unterstützung durch die öffentliche Hand nicht viel geändert.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Public Support for the Media: A Six-Country Overview of Direct and Indirect Subsidies” des Reuters Institute for the Study of Journalism (RISJ). Zum Rest des Beitrags »

, , , , , , , , , , ,

1 Kommentar

Al Jazeera hat’s schwer auf dem US-Fernsehmarkt

Einer Studie der University of Michigan zufolge kann die englischsprachige Version des Nachrichtensenders Al Jazeera in den USA nicht punkten.

Während der Aufstände in Nordafrika hat die englischsprache Version von Al Jazeera (AJE) als Hauptinformationsquelle für Medien aus der ganzen Welt die internationale öffentliche Meinung stark beeinflusst. Zum ersten Mal seit seinem Bestehen in 2006 hatte sich der englischsprachige Nachrichtensender mit Hauptsitz in Doha, Katar, eine globale Identität gegeben und es gewagt, in Konkurrenz mit den anglo-amerikanischen Sendern CNN und BBC zu treten. Zum Rest des Beitrags »

, , , , , , , , ,

Keine Kommentare