Beiträge getagged mit Zeitungskrise

Eine Frage des Eigentums

Schützen Familienverleger Zeitungen vor Renditedruck?

„You’re not welcome, Mr.  Montgomery!“: Deutlicher hätten die Redakteure der Berliner Zeitung im Sommer 2005 ihre Abneigung gegen den neuen Eigentümer ihrer Zeitung kaum zeigen können. Sie begrüßten ihn in T-Shirts, auf denen durchgestrichene  Heuschrecken zu sehen waren. Mit dem Briten David Montgomery hatte erstmals ein ausländischer Unternehmer – noch dazu ein branchen fremder Finanzinvestor, eine so genannte  „Heuschrecke“ – einen deutschen Zeitungsverlag übernommen. Montgomery gab für sein Investment eine Renditeerwartung von bis zu 21 Prozent aus – ein Ziel, das in Zeiten der Krise selbst auf dem traditionell hohe Renditen abwerfenden Zeitungsmarkt exorbitant hoch erschien.

Seit Januar 2009 gehört die Berliner Zeitung längst wieder einem Verleger, wie man ihn sich klassischer kaum vorstellen kann: Alfred Neven DuMont, dessen Kölner Verlagshaus auf eine Jahrhunderte lange Geschichte verweisen kann. Der Fall Montgomery ist Geschichte. Dennoch lohnt ein Blick auf die Fragen, die Montgomery mit seinem kurzen Intermezzo aufgeworfen hat: Wem gehören die Zeitungen in Deutschland – und eröffnet die Zeitungskrise möglicherweise Chancen für alternative Eigentümer? Zum Rest des Beitrags »

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Ein dritter Weg für den Journalismus?

Weit vor wagt sich Marie-Luise Kiefer, die zu den namhaften Medienökonomen im deutschen Sprachraum zählt: Sie sucht nach einem „dritten Weg“ zur Finanzierung des Journalismus, weil die „privatwirtschaftliche Lösung als mediale Querfinanzierung aus dem Werbemarkt“ offenbar einem Ende zugehe.

Dazu schlägt sie vor,  den Journalismus  – ähnlich wie bei den Medizinern und den Juristen – in einen Zustand professioneller, kollegialer Selbstorganisation zu überführen.
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“Wir machen sogar Gewinn”

Erstveröffentlichung: Il Giornale

Interview mit Adrian Michaels, Group Foreign Editor bei der Telegraph Media Group, über Online-Erfolgsstrategien und die Zukunft der Zeitungen.

Die englische Zeitung Telegraph hat 40 Millionen Leser online im Monat und schreibt schwarze Zahlen. Die Gratis-Internetseite forciert den Dialog mit den Leserinnen und Leser und bezieht diese in die journalistische Arbeit ein. In der Onlineredaktion arbeiten 40 Leute. Zum Rest des Beitrags »

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Individualzeitungen

Europäisches Journalismus Observatorium

Mitten in der Zeitungskrise will eine Berliner Gesellschaft mit Niiu eine Art Individualzeitung auf den Markt bringen. Bei Niiu loggen sich die Leser auf ihre Website ein und wählen aus dem vollen Inhalt von 17 deutschen und internationalen Zeitungen, darunter New York Times und Washington Times, was sie gerne lesen möchte. Im Pool, auf den das Publikum Zugriff hat, sind zudem 500 weitere Sebsites. Sobald der Leser sich seine Zeitung zusammengestellt hat, wird sie gedruckt und ihm anderntags zugestellt. Mit ein Grund für Niiu: Mit dieser Strategie sollen (wieder einmal) junge Leser zur gedruckten Zeitung verführt werden. Das Projekt startet im November.

Vollversion auf Spiegel Online.

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Abschmelzprozesse

Erstveröffentlichung: epd-Medien, Nr. 7

Die Schweizer Zeitungen stecken tief in der Krise. Man traf sich im Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa in Interlaken, doch die Nobeladresse konnte über die „gedrückte Stimmung“ (Aargauer Zeitung) beim Jahreskongress des Verbandes Schweizer Presse nur wenig hinwegtäuschen.

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Die Angst der alten Welt

Erstveröffentlichung: Message 03

 Die US-Medienkrise versetzt vielen Zeitungen den Todesstoß. Auch in Europa sind immer mehr Printmedien in ihrer Existenz gefährdet. Und doch droht ihnen kein mit den USA vergleichbares Desaster.

Quelle: nickboos, www.flickr.com

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Eine Art Marshallplan

Erstveröffentlichung: Die Zeit,  Nr. 29

Fünf Modelle, wie die Zeitungsbranche gerettet werden kann. Newspaper Death Watch, zu Deutsch »Totenwache Zeitung«, so heißt ein Blog aus den USA, der unter Medienleuten ebenso häufig besucht wird, wie er gefürchtet ist: Ende Juni wurden hier elf Tageszeitungen in Ballungsgebieten aufgelistet, die seit Bestehen des Angebots im März 2007 geschlossen wurden.

Verschwindet das gedruckte Wort? Es gibt zumindest Strategien, die die Zeitungsbranche retten könnten. Foto: dreamer 7112, www.flickr.com

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