Sonderausgabe des Journal of Middle East Media erschienen: “Medienverantwortung in der arabischen Welt”

2. August 2022 • Qualität & Ethik • von

Das Journal of Middle East Media (JMEM) widmet seine neueste Sonderausgabe der Medienverantwortung in der arabischen Welt. Grundlagenforschung und Länderstudien bieten Einblicke jenseits typisch westlicher Medienverantwortungssysteme.

Prof. Dr. Susanne Fengler und Monika Lengauer, Institut für Journalistik (ij) und Erich-Brost-Institut für Internationalen Journalismus (EBI), TU Dortmund, sind Herausgeberinnen der Sonderausgabe des JMEM, die unter dem Titel „Media accountability in the Arab World“ im Juni 2022 publiziert worden ist. Neben zwei einführenden Aufsätzen mit Grundlagenforschung zur Medienverantwortung in der arabischen Welt umfasst die Ausgabe neueste Analysen zur Medienverantwortung mit Länderstudien Marokko, Libyen, Ägypten, Jordanien und Syrien. Das Konzept der Medienverantwortung umfasst nicht-staatliche Mittel, welche die Medien gegenüber der Öffentlichkeit rechenschaftspflichtig machen und die nicht nur Journalisten, sondern auch Mediennutzer und andere Interessengruppen der Medien in den Prozess des journalistischen Qualitätsmanagements einbeziehen.

Acht Modelle der Medienverantwortung weltweit identifiziert

Susanne Fengler dekonstruiert in ihrer Untersuchung den theoretischen Ansatz der Medienverantwortung und setzt ihre internationalen und europäischen Forschungsarbeiten in Beziehung zu empirischen Arbeiten aus arabischen Ländern. Fengler stellt in ihrem Artikel fest, dass das Konzept der Medienverantwortung ursprünglich mit Blick auf westliche Demokratien entwickelt wurde. Ihre Untersuchung kommt jedoch zu dem Schluss, dass die Demokratisierung in Ländern, die früher durch eine rigide Pressekontrolle gekennzeichnet waren, Räume für Selbstregulierung der Medien eröffnet hat. Ihr Artikel “A conceptual framework to study media accountability in the MENA region” stellt in der JMEM-Sonderausgabe acht globale Modelle der Medienverantwortung vor, wobei sie sich hier thematisch auf die Region Middle East and North Africa (MENA) konzentriert, in der das “Mimikry-Modell” und das “ausländische Gebermodell” der Medienverantwortung als Formate der Medienselbstregulierung vorherrschen.

 

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