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Medienpolitik in Dänemark
Verfasst von Michael Wise unter Medienpolitik am 21. Februar 2012
Dänische Studie skizziert Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des dänischen Mediensystems.
In einer kürzlich erschienenen Fallstudie haben Rasmus Helles, Henrik Søndergaard und Ida Toft von der Universität Kopenhagen (UCPH) gemeinsam mit dem MEDIADEM-Projekt untersucht, ob die Medienpolitik in Dänemark die Freiheit und Unabhängigkeit der Medien fördert. Laut der Wissenschaftler ist die dänische Medienpolitik zwischen zwei Wünschen hin- und hergerissen: „Dem Wunsch, die Vielfalt der Medieninhalte zu bewahren und anzukurbeln und dem Wunsch nach unabhängigen Medien, die ihre demokratische Aufgabe in der Gesellschaft erfüllen.“
In dem Bericht „Fördert Medienpolitik die Freiheit und Unabhängigkeit der Medien?“ wird die dänische Medienlandschaft ausführlich beschrieben. Die Autoren weisen dabei vor allem darauf hin, dass das Subventionssystem der Medien das Hauptziel von Reformen sein sollte. Obwohl es für alle wichtigen Beteiligten des Medienmarkts eindeutig sei, dass das Subventionssystem der Medien verbessert werden müsse, sei es schwierig sich zu einigen. Während der Reformprozess immer komplizierter und bürokratischer werde, bleibe es das Hauptziel, ein unabhängiges Mediensystem in Dänemark zu fördern. Zum Rest des Beitrags »
„Der Ruf der Stunde“
Verfasst von Kurt W. Zimmermann unter Medienökonomie am 20. Februar 2012
Alle fordern “Transparenz, Transparenz, Transparenz!”. In den Medien ist das nicht ganz falsch.
Das beste Beispiel kennen selbst in der Medienbranche nur ganz wenige, wenngleich das Beispiel über dreißig Jahre alt ist. Das Beispiel stammt aus Basel.
In den siebziger Jahren war der Zürcher Verleger Max Frey Mehrheitsaktionär der damaligen Basler Nachrichten. 1977 fusionierte sein Blatt mit der National-Zeitung zur neuen Basler Zeitung. Max Frey hielt in der Folge an der Basler Zeitung 50 Prozent. Im Verwaltungsrat hatte er darum ein Vetorecht. Freys Geschäftsführer Beat Curti nahm für ihn an den VR-Sitzungen der Basler Zeitung teil.
Max Frey hielt die 50-Prozent-Beteiligung geheim. In den VR-Protokollen jener Zeit taucht nicht einmal der Name seines Geschäftsführers Curti auf. Warum wollte Frey keine Transparenz? Er fürchtete, dass die isolationistische Basler Gesellschaft einen Zürcher nicht akzeptieren würde. Es hätte Leser und Umsatz gekostet. Zum Rest des Beitrags »
Kritikkultur in Redaktionen: Fehlanzeige
Verfasst von Susanne Fengler unter Ethik & Qualitätssicherung, Redaktionsmanagement am 16. Februar 2012
Journalisten haben große Schwierigkeiten, professionell mit Kritik umzugehen: Weder wagen sie es in Redaktionskonferenzen, die Arbeit von Kollegen in Frage zu stellen – noch sind sie gewillt, Kritik von außen anzunehmen.
Zu diesem Ergebnis kommt die Kommunikationswissenschaftlerin Yael de Haan in ihrer Studie über Medienselbstkontrolle und journalistische Verantwortung in drei niederländischen Redaktionen.
Ausgangspunkt des Forschungsprojekts war die Beobachtung, dass Politiker und Öffentlichkeit auch in den Niederlanden seit Anfang der 90er Jahre vermehrt kritisch über die Rolle der Medien in der Gesellschaft zu diskutieren begannen. War die Debatte in den 90er Jahren noch eher von Medienstruktur- und Medienpolitikfragen geprägt, traten nach der Jahrtausendwende Themen der Medienverantwortung in den Vordergrund. Auslöser für eine intensive Auseinandersetzung war in den Niederlanden insbesondere der Aufstieg des umstrittenen Politikers Pim Fortuyn und seine Ermordung im Jahr 2002, für die Kritiker auch das von den Medien geschaffene Klima verantwortlich machten. Zum Rest des Beitrags »
Wie twittern Journalisten?
Verfasst von Tina Bettels unter Neue Medien & Web 2.0 am 14. Februar 2012
Wie Journalisten sich das Social Web zunutze machen, und ob sie dabei professionelle Grenzen überschreiten – das haben jetzt drei US-amerikanische Medienforscher analysiert.
Eines der zentralen Ergebnisse: Für viele Journalisten ist es gang und gebe, ihre Meinung via Twitter kundzutun – eine Praxis, die der Norm der journalistischen Objektivität jedoch grundsätzlich eher widerspricht.
Dabei zeigte sich, dass die Tweets der Journalisten, die für kleine und lokale Medienunternehmen arbeiteten, wertender waren als die ihrer Kollegen, die für überregionale „elitäre“ Medien tätig waren.
Insgesamt haben die Kommunikationswissenschaftler Dominic L. Lasorsa, Seth C. Lewis und Avery E. Holton 22.000 Tweets von 430 Journalisten auf die folgenden drei Forschungsfragen hin untersucht: Geben Journalisten ihre Rolle als unabhängige Informationsvermittler auf, wenn sie ihre Meinung twittern? Lassen Journalisten, die die Einträge anderer teilen („retweeten), damit andere Twitter-Nutzer an ihrer Gatekeeper-Rolle teilhaben? Stellen Journalisten Transparenz über ihre journalistische Arbeit her, indem sie über ihre Arbeit twittern, mit anderen Twitter-Nutzern diskutieren und zu externen Quellen verlinken? Zum Rest des Beitrags »
Kleiner Markt, viele Probleme
Verfasst von Milica Jevtic und Marko Nedeljkovic unter Ethik & Qualitätssicherung am 6. Februar 2012
Obwohl Serbien gerade einmal sieben Millionen Einwohner hat, gibt es dort immerhin 610 Printmedien und 456 elektronische Medienplattformen.
Der Mangel an transparenten Besitzverhältnissen, der Mangel an Freiheit und die Einmischung der Regierung in die verschiedenen Pressekanäle sind nur einige Probleme der serbischen Medienlandschaft.
Der Markt
Die Presse: Eines der größten Probleme, dem die inländische Presse gegenüber steht, ist die gewaltige Konkurrenz: Angaben der ‚Serbian Business Registers Agency‘ zufolge existieren 610 Pressekanäle, darunter 20 Tageszeitungen und 83 wöchentlich erscheinende Zeitschriften. Die meisten werden landesweit verbreitet. Laut der ‚Unabhängigen Journalistenvereinigung Serbiens‘ (NUNS) haben Werbekunden 2009 36 Millionen Euro in Printmedien investiert. Im Durchschnitt sind dies 72.000 Euro für jedes Printmedium, was bedeutet, dass sie alle von jeweils 6.000 Euro monatlich überleben mussten. Obwohl Presseerzeugnisse mehr als die Hälfte der Medienunternehmen des Landes ausmachen, erhalten sie nur 22 Prozent des in Medien investierten Geldes, da Unternehmer lieber ins Fernsehen investieren. Zum Rest des Beitrags »
Abstand halten!
Verfasst von Marlis Prinzing unter Ethik & Qualitätssicherung am 1. Februar 2012
Journalisten schmieren Polizisten! Polizisten holen sich Journalisten ins Bett! Journalisten stecken mit Politikern unter einer Decke! Distanz und Nähe – ein generelles Problem im Journalismus.
Ob Medien und Polizei, ob Medien und Politik: Die Frage der Nähe und Distanz ist ein generelles Problem im Journalismus. Die Affäre um den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff hat erneut deutlich gemacht, wie heikel es wird, wenn die professionelle Distanz aufgegeben wird. Hauptthema war zwar die Beziehungskorruption zwischen Politik und Wirtschaft. Zumindest auf dem Nebenschauplatz ging es aber um das unselige Verhältnis, dass der deutsche Bundespräsident zu dem Chefredaktor der größten deutschen Boulevard-Zeitung unterhielt.
Auch in den Nachbarländern Deutschlands gibt es vergleichbare und aktuelle Beispiele: In der Schweiz den Fall Hildebrand, in Österreich den Fall Pelinka. Die Weltwoche hat im Fall des Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand nicht einfach investigativ recherchiert und das selektiert, was öffentlich relevant ist, sondern auch sortiert, wie die Zeit in ihrer aktuellen Ausgabe analysiert. Zum Rest des Beitrags »
Demokratie braucht unabhängige Medien
Verfasst von Tina Bettels unter Pressefreiheit am 31. Januar 2012
Die Rangliste der Pressefreiheit 2011 von ‘Reporter ohne Grenzen’ (ROG) zeigt: Die Gegensätze zwischen den europäischen Staaten haben sich weiter verschärft.
Während Finnland, Norwegen und die Niederlande weiterhin vorderste Plätze im Ranking einnehmen, sind Bulgarien und Italien weiter zurückgefallen.
In Bulgarien wurden im vergangenen Jahr Journalisten, die über Korruption und organisierte Kriminalität berichteten, bedroht und gezielt angegriffen – das Land ist um zehn Plätze auf Platz 80 gefallen.
In Italien war vor allem die Politik des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconis ausschlaggebend für Platz 61 im Ranking (Platz 49 im Vorjahr). Seine Gesetzesentwürfe, die nur knapp abgelehnt wurden, sahen es vor, die Medien zu gängeln sowie Internetsperren ohne richterlichen Beschluss zuzulassen. Zudem lebe in Italien etwa ein Dutzend Journalisten unter Polizeischutz, schreibt ‚Reporter ohne Grenzen‘ in seinem Bericht. Zum Rest des Beitrags »







