
Die Beteiligten des Konsortiums. Bild bereitgestellt von Ioanna Kostarella.
Desinformation hat sich zu einer der drängendsten Herausforderungen für moderne Gesellschaften entwickelt. In der gesamten Europäischen Union untergräbt sie die Widerstandsfähigkeit der Demokratie, schwächt das Vertrauen der Öffentlichkeit und vertieft soziale Spaltungen.
Als Reaktion auf diese wachsende Besorgnis wurde das ECHO-Projekt – Empowering Citizens against Hallucinations and Online Manipulation – ins Leben gerufen. Am verantwortlichen Konsortium ist unter anderem die Aristoteles-Universität in Thessaloniki, Griechenland, beteiligt. Bei dem Projekt handelt es sich um eine umfassende Initiative, die Desinformation mit einem mehrdimensionalen Ansatz bekämpft. Weitere Informationen finden Sie hier.
Durch die Kombination von Bürgerbeteiligung, technologischer Innovation, ethischem Bewusstsein und partizipativem Design bringt das Projekt Bürger:innen, Pädagog:innen, Fachkräfte im Gesundheitswesen, Medienakteur:innen und die Zivilgesellschaft zusammen. Ziel ist hierbei, ihnen die erforderlichen Werkzeuge und Fähigkeiten an die Hand zu geben, um irreführende Informationen auf verantwortungsvolle und inklusive Weise zu erkennen, zu verstehen und ihnen entgegenzuwirken.
Desinformation dringt zunehmend auch in Bildungseinrichtungen ein
Ein Schwerpunkt der Initiative liegt auf Bildung. In Anbetracht der Tatsache, dass Falschinformationen zunehmend in Lernumgebungen eindringen, führt ECHO in diesem Bereich eine Umfrage durch. Diese soll ein besseres Verständnis dafür schaffen, wie Schüler:innen, Pädagog:innen und Fachleute in verschiedenen europäischen Ländern im Bildungskontext auf ungenaue oder irreführende Informationen stoßen und diese bewerten.
Die Umfrage will auch Aufschluss über die Quellen von Falschinformationen, die Art und Weise, wie Einzelpersonen die Zuverlässigkeit von Informationen bewerten, sowie die weiterreichenden Auswirkungen auf das Lehren und Lernen geben. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, wirksame Strategien zur Stärkung der Medienkompetenz sowie zur Verbesserung der Qualität und Integrität von Informationen im Bildungsbereich zu ermitteln.
Prof. Ioanna Kostarella, Projektleiterin des Teams der Aristoteles-Universität Thessaloniki im ECHO-Projekt, sagt: „Die gewonnenen Erkenntnisse werden eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung künftiger pädagogischer Praktiken und Strategien zur Bekämpfung von Desinformation spielen.“
Die Umfrage ist über den folgenden Link zugänglich: https://newsurveys.jour.auth.gr/index.php/558476
Dieser Text wurde von Prof. Ioanna Kostarella bereitgestellt. Beitragsbild: Pexels
Schlagwörter:Bildung, Desinformation, Forschung, Medienkompetenz

