Berlusconisierung der Massenmedien im östlichen Zentraleuropa

21. Juni 2007 • Medienpolitik • von

Erstveröffentlichung: Kakanien revisited
RESEARCH

Die neue Gefahr der Italienisierung?
Die Politisierung der Massenmedien galt häufig als das grösste Hindernis für die postsowjetischen Länder auf ihrem Weg zur Demokratisierung. Durch sie wurde die Konsolidierung der sich entwickelnden Demokratien erschwert. Einige Forscher und Forscherinnen beschreiben die Herausbildung des Mediensystems im östlichen Zentraleuropa als ein “pluralistisches System von parteienorientierten Massenmedien, die für bestimmte politische Interessen und Ansichten einstehen”, was auch als “Italienisierung der Massenmedien” bezeichnet werden kann, da in Italien während der 1990er Jahre sich die politische Medienkontrolle verstärkte und zugleich die journalistische Professionalität schwach ausgeprägt blieb. Auch die nachfolgende Phase der “Berlusconisierung” (als Steigerung der “Italienisierung”) wird als eine neue Gefahr für die zentraleuropäischen Länder ausgemacht. Damit ist eine Sensationalisierung der Nachrichten und Entertainisierung der Medien auf niedriger qualitativer Stufe einerseits und eine verstärkte staatliche Kontrolle des Fernsehens – und damit auch in Folge partiell des TV-Publikums -gemeint.

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