Ägypten: Die Corona-Krise und die Medien

20. März 2020 • Aktuelle Beiträge, Internationales, Qualität & Ethik • von

Seitdem es auch in Ägypten mehr Infizierte gibt, berichten die Medien verstärkt über die Entwicklung im eigenen Land. Im Fokus der Berichte stehen persönliche Geschichten. 

Bis vergangener Woche bezog sich die Berichterstattung ägyptischer Medien vor allem auf die Entwicklung der Corona-Krise in Europa, doch mit dem Anstieg der Fälle in Ägypten fokussieren sich mehr und mehr Medien auf die Geschehnisse im eigenen Land.

Am 15. März schloss die Regierung Schulen und Universitäten und zeigte damit den Ernst der Lage auf. Dieser Maßnahme folgten in den vergangenen Tagen weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben wie beispielsweise das Verbot öffentlicher Versammlungen und die Aussetzung von Beerdigungen. Seit dem 19. März ist der Flugbetrieb nach und von Ägypten ausgesetzt. Freitagsgebete in den Moscheen wurden gestrichen, Kinos und Theater mussten schließen. Einige Unternehmen erlauben ihren Mitarbeitern bereits, von zu Hause zu arbeiten.

Die Medien – vor allem die beliebten Talk-Shows – bringen regelmäßige Updates; im Fokus stehen persönliche Geschichten. Das Gesundheitsministerium überträgt Aufklärungskampagnen im Radio und Fernsehen. Zeitungen geben dem Thema ähnlich viel Raum.

Auf Facebook und Twitter geht es in so gut wie allen Posts um die aktuelle Situation, wobei viele Fake News kursieren. Für das Handeln der Regierung ist dort sowohl Lob als auch Kritik zu finden. Wie auch in anderen Ländern sind die sozialen Medien in Ägypten eine Plattform, auf der Bürger versuchen, sich ein Bild von der Krisensituation zu verschaffen.

 

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